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Lukas 9,46-48

Lukas 9,46-48: Gemeinsam den Bibeltext lesen.


Wenn die Jünger herausfinden wollen, wer der Größte ist, geht es nicht um die Körpergröße. Sie wollen wissen, wer am wichtigsten ist.

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Bibel-Entdecker-Methode: Bibellese-Hand

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Warst du selbst schon einmal bei etwas der/die Beste (z.B. bei einem Wettbewerb o.ä.)? Wie fühlt sich das an?
Warst du schon einmal der/die Letzte? Wie hat sich das für dich angefühlt?
Was sagt Jesus zu seinen Jüngern? Was können wir bei Jesus lernen?
Was kannst du Gutes tun, ohne dass es besonders wichtig erscheint?
In welchen Situationen ist es unwichtig, wer der/die Beste ist?

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Die Letzten werden die Ersten sein

Seit Tagen gibt es in der Schule kein anderes Thema als „das große Stadtrennen“ am kommenden Samstag. Auch Ole, Jule und Sammy haben sich angemeldet. Es geht um den guten Zweck. Die Kinder haben Sponsoren gesucht und für jeden gelaufenen Kilometer spenden sie Geld für ein Kinderheim. Sammy, der sowieso der Sportlichste von den dreien ist, hat schon seit Tagen trainiert. Jeden Tag nach der Schule joggt er drei Kilometer durch den Wald. „Dieses Jahr will ich noch besser werden als die Jahre zuvor! Ich will der Erste sein!“, erzählt er Jule und Ole einen Tag vor dem Rennen in der Pause auf dem Schulhof. „Es ist doch eigentlich egal, ob man der Erste oder der Letzte ist. Hauptsache du schaffst die 3 Kilometer und die Sponsoren zahlen am Ende das Geld für den guten Zweck“, meint Ole. Jule findet es gar nicht mal so egal, ob sie die Letzte wird. Was würden wohl die anderen Kinder denken, wenn sie als Letzte durchs Ziel läuft? Die Schnellste war Jule noch nie.
Etwas von den Zweifeln in Jule ist geblieben, als sie am nächsten Samstag neben Ole und Sammy an der Startlinie steht. „Keine Sorge, Jule, wir schaffen das“, macht Ole ihr Mut. Sammy hingegen verkündet: „Bis dann, ihr beiden, ich warte im Ziel auf euch!“ Als der Startschuss fällt, rennt Sammy auch schon mit vollem Tempo los. „Na, hoffentlich hält der bis zum Ende durch. Ich bleibe bei dir und laufe in deiner Geschwindigkeit, Jule. Zusammen macht es doch sowieso mehr Spaß“, meint Ole. Jule ist dankbar für Ole und findet sogar etwas Spaß am Laufen. Nach der Hälfte der Strecke bemerken die beiden Anne aus der Parallelklasse. Sie ist gestürzt und hat sich das Knie aufgeschlagen. Zum Glück haben die Sanitäter, die am Rand der Strecke stehen, sich sofort um sie gekümmert. Jule bleibt stehen: „Du Arme! Tut es sehr weh? Komm wir gehen zusammen mit dir“ - „Wenn wir jetzt mit ihr gehen, dann werden wir noch später ins Ziel kommen“, gibt Ole zu bedenken. „Na und?“, meint Jule. „Das ist doch jetzt nicht wichtig!“ „Da hast du eigentlich recht“, sagt Ole und die drei laufen im gemütlichen Tempo die restliche Strecke. Am Ende der Straße können sie schon bald die Ziellinie erkennen. Aber sie sehen auch ihren Freund Sammy, der am Seitenrand sitzt und völlig am Ende ist: „Hey Leute, ich kann nicht mehr! Ich bin viel zu schnell gerannt. Ich habe übelstes Seitensteche und komme nicht voran. Ich muss abbrechen!“
„Da hast du dir wohl zu viel zugemutet“, meint Ole. „Wenn du willst, stützen wir dich und gehen gemeinsam durchs Ziel“, schlägt Jule vor. Sammy nickt erleichtert und Jule und Ole haken sich bei ihm unter. Zu viert überqueren sie die Ziellinie und werden von den wartenden Zuschauern bejubelt. Sie sind tatsächlich die Letzten, die an diesem Tag durch das Ziel laufen, aber das ist ihnen in diesem Moment egal. „Ich bin echt dankbar, dass ich so tolle und hilfsbereite Freunde wie euch habe!“, sagt Sammy und grinst über beide Ohren.

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