Impuls
Gedankensturmstillung
„Jule, was ist denn mit dir?“, fragt Ole. Jule sitzt auf ihrem Bett und weint. Schluchzend antwortet sie: „Meine Eltern … die haben sich wieder gestritten.“ „Worüber haben die beiden sich denn gestritten?“, fragt Ole vorsichtig. „Es ging wieder darum, wann ich bei Mama und wann ich bei Papa sein soll“, erklärt ihm Jule. „Mein Papa möchte gerne am Wochenende mit mir einen Ausflug in den Zoo machen, aber meine Mama hat schon einen Besuch bei Oma und Opa geplant. Beide haben sich schon riesig gefreut und nun soll ich entscheiden, was ich besser finde.“ „Das ist wirklich schwierig,“ überlegt Ole. „Mir ist das alles zu viel“, sagt Jule. „Wie soll ich mich denn entscheiden? Ich möchte gerne Oma und Opa besuchen, aber dann ist Papa bestimmt traurig. Ein Zoobesuch klingt auch klasse, aber ohne Mama wird es bestimmt nicht so schön. Die Gedanken drehen sich so schnell in meinem Kopf, als wäre da ein großer Sturm.“
Beim Wort „Sturm“ fällt Ole sofort eine Geschichte von Jesus ein. „Kennst du die Geschichte von Jesus, in dem er den Sturm stillt?“ Jule nickt und Ole überlegt weiter: „Vielleicht kann Jesus den Sturm in deinem Kopf auch stillen?“ Zögernd antwortet Jule: „Ich kann es ja mal versuchen … Lieber Jesus, in meinem Kopf ist ein großer Sturm. Soll ich mit Mama oder mit Papa mitgehen? Kannst du den Sturm stillen?“ Plötzlich springt Ole auf und ruft: „Ich hab eine Idee. Wie wäre es, wenn du am Samstag wie geplant mit deiner Mama zu deinen Großeltern und am Sonntag mit deinem Papa in den Zoo fährst?“ Jule seufzt erleichtert: „Das ist eine gute Idee. Vielleicht kann ich auch am Wochenende drauf mit meinem Papa in den Zoo gehen. Ich schlag das mal meinen Eltern vor.“ Und leise sagt sie: „Danke, Jesus, für die Gedankensturmstillung!“