Dienstag, 31.03.
Johannes 19, 8-16a: Gemeinsam den Bibeltext lesen.
Pontius Pilatus ist der röm. Statthalter in Judäa und Jerusalem und oberster Richter (26- 36 n. Chr.).
Die führenden Priester durften niemanden zum Tod verurteilen, deshalb wollten sie, dass Pilatus dies tut. Sie hatten Konflikte mit den römischen Besatzern (z.B. Johannes 11, 47), weil sie den Kaiser in Rom nicht als Gott verehren wollten. **Unser einziger König ist der Kaiser in Rom!“ Diese Aussage ist ein großer Triumph für Pilatus. Die führenden Juden, die immer extra Absprachen einforderten, erkannten hier den Kaiser in Rom an. Ein Höhepunkt seiner Karriere und zugleich ein absoluter Tiefpunkt, weil er dafür einen Unschuldigen hinrichten lässt.
• Was motiviert Pilatus im Reden und Handeln?
• Was kann helfen, richtige und gute Entscheidungen zu treffen?
• Was denkst du über die Verurteilung von Jesus? Was könntest du zu seiner Verteidigung sagen?
• Hast du schon einmal beobachtet, dass jemand unfair behandelt wurde? Welche Gefühle hat das bei dir ausgelöst? Was hast du gemacht?
• Hast du dich schon einmal zu falschem Handeln bewegen lassen? Wer oder was kann dir helfen, in solchen Momenten? Was rätst du anderen?
Erzähl eine Situation aus deinem eigenen Leben, in der du in einer Zwickmühle warst und dich entscheiden musstest.
Oder
Etwas zum Thema In der Zwickmühle erzählen:
Wenn jemand in eine Zwickmühle kommt, bedeutet das, dass er zwei Möglichkeiten zum Entscheiden hat. Manchmal ist das gar nicht so einfach. Was ist jetzt die richtige Entscheidung?
So eine Zwickmühlensituation habe ich erlebt, als mein Nachbar sich mehrere Hähne im Garten hielt. Leider begann die Hähne schon mitten in der Nacht zu krähen und weckten mich regelmäßig. Ich konnte wochenlang nicht schlafen. Ein Gespräch mit dem Nachbarn brachte keine Änderung. Ich schaltete das Ordnungsamt ein und das setzte dem Ganzen ein Ende. Die Nächte wurden wieder ruhig, aber mein Nachbar ist immer noch sauer auf mich. Hätte ich doch lieber nichts sagen sollen?
Pilatus muss sich auch entscheiden. Auf der einen Seite, weiß er: Jesus ist unschuldig. Ich sollte ihn gerechterweise freilassen. Auf der anderen Seite setzen ihn die führenden Juden unter Druck (Vers 12). Er weiß, dass jeder, der nicht ganz auf der Seite vom römischen Kaiser steht, bestraft wird. Dann verliert er seinen Posten als Statthalter. Was soll er tun? Gar nicht so leicht.
Ich musste mich mal entscheiden, ob ich entweder eine Mutprobe mit meinen Freunden mitmache, um Teil ihrer Clique zu sein oder ob ich nein sage, dann aber alleine dastehe. Das fand ich schwierig. Inzwischen habe ich gelernt, dass ich mit Gott über Zwickmühlen rede. Ich bitte ihn darum, dass er mir hilft, das Richtige zu tun. Es erfordert manchmal viel Mut. Wie gut, dass ich mit guten Freunden und mit Jesus solche Situationen meistern kann – auch heute!
Pilatus muss als Statthalter ganz schön viele Entscheidungen treffen.
Wie viele können die SuS in 30 Sekunden treffen? Die Antwort mit Aufstehen oder Handzeichen anzeigen. Was wählst du?
Käsebrot oder Wurstbrot / Pfannkuchen oder Waffeln / Katze oder Hund / singen oder tanzen / früh aufstehen oder lange aufbleiben / Obst oder Gemüse / helfen oder verstecken …
Bibellesebund Deutschland
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