Dienstag, 24.03.
Johannes 18,15-18: Gemeinsam den Bibeltext lesen.
Petrus: Jesus beruft Petrus zu einem seiner ersten Jünger und zum Menschenfischer (Luk. 5,1-11). Im Kreis der Jünger hat Petrus eine besondere Bedeutung. Er ist ihr Sprecher (Joh. 6,68) und darf bei besonderen Ereignissen dabei sein (z.B. Mark. 5,35-43; 9,2-13; 14,32-42). Er will immer zu Jesus halten. Doch Jesus sagt ihm voraus, dass er ihn verleugnen wird (Joh. 13,36-38).
Der Hohepriester war der oberste Priester und hatte die Aufsicht im Tempel. Er sprach für das jüdische Volk in politischen Fragen oder traf Gerichtsurteile in religiösen Entscheidungen.
Häuser von reichen Menschen hatten oft einen Innenhof, um den eine Mauer war. Der Eingang war durch ein Tor und wurde von einem Pförtner bewacht. Nur wer bekannt war, konnte hinein.
Die SuS stellen sich in einen Kreis und werfen sich ein Wollknäuel zu. Wenn jeder das Wollknäuel einmal hatte, muss der Faden wieder zurückgeworfen und aufgerollt werden.
Gespräch: Wenn man mit dem Lügen anfängt, kann es passieren, dass man sich in Lügen verstrickt und nicht mehr rauskommt. Eine Lüge folgt der nächsten. Wie lässt sich das Chaos entwirren? Was oder wer hilft?
• Warum wollte Petrus mit in den Hof?
• Petrus hat gelogen. Was denkst du, warum?
• Wann stehen wir in der Gefahr zu lügen?
• Hattest du schon einmal Angst, die Wahrheit zu sagen? Wenn ja, wobei und warum?
• Was passiert beim Lügen? Welche Folgen können Lügen haben?
• „Lügen haben kurze Beine“. Was könnte das Sprichwort mit dem Text zu tun haben?
• Was ist deiner Meinung nach, der beste Weg im Umgang mit Lügen?
• Was kannst du sagen, wenn du gefragt wirst, ob du an Jesus glaubst?
Etwas aus dem eigenen Leben erzählen, wo eine Lüge zu einem riesigen Lügennetz geworden ist.
Oder
Etwas zum Thema Angst erzählen:
Jesus wurde verhaftet und abgeführt. Fast alle seiner Freunde sind geflohen. Nur zwei wollen Jesus nicht im Stich lassen. Eine nicht ungefährliche Sache. Petrus ist einer der beiden, die Jesus folgen. Petrus schafft es bis in den Innenhof vom Haus des Hohepriesters, wo Jesus verhört wird. Aus der Ferne versucht er, mitzubekommen, was mit Jesus geschieht.
Kurz vor dieser Szene hatte Jesus Petrus gewarnt (Joh. 13,38). Auf seine Aussage: „Ich will für dich sterben!“, hatte Jesus gesagt: „Du wirst dreimal lügen, und so tun, als ob du mich nicht kennst“. Daran dachte Petrus in der Situation wahrscheinlich nicht mehr. Und dann bekommt er es plötzlich, mit der Angst zu tun, als er auf Jesus angesprochen wird. Wird man ihn auch gefangen nehmen? Und die erste Lüge rutscht raus … Weitere Lügen kommen später noch dazu (Vers 25-27).
Es ist nicht immer einfach, zu Jesus zu stehen. Es ist total menschlich, dass so etwas passiert, oder dass wir aus Angst andere Dinge tun, die wir eigentlich gar nicht tun wollen. Manchmal sind wir nicht so mutig, wie wir gern wären. Wie gut ist es, zu wissen, dass Jesus uns trotzdem liebt. Manchmal geht es mir wie Petrus, mir fehlt der Mut, mich zu Jesus zu stellen. Da sind andere, die eine schlechte Meinung über Gott und den Glauben haben, die mich belächeln. Ich habe Angst, dass sie auch über mich lustig machen oder dass sie mich aus der Clique werfen. Wenn ich sage, dass ich zu Jesus gehöre, dann kann das Folgen haben. Im Nachhinein tut mir das immer wieder leid. Ich bin so froh, dass ich Jesus um Entschuldigung bitten kann. Ich will Jesus bitten, dass er mir heute hilft, ehrlich und mutig zu sein.
Bibellesebund Deutschland
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