Montag, 09.02.
Römer 8,1: Gemeinsam den Bibeltext lesen.
Den Brief an die Römer hat Paulus ca. 56/57 n. Chr. an die Gemeinde in Rom geschrieben – eine Gemeinschaft aus jüdischen und nichtjüdischen Christen. Obwohl er sie persönlich noch nicht besucht hatte, war es ihm wichtig, ihnen Gottes Botschaft ausführlich zu erklären und sie im Glauben zu ermutigen.
Gericht Gottes: Wenn Jesus auf diese Welt zurückkehrt, werden alle Menschen von Gott vor Gericht gestellt. Alle müssen ihm Rede und Antwort stehen, zu allem was sie in ihrem Leben getan haben. Jeder, der an Jesus glaubt, wird freigesprochen.
Der Vers wird vorgelesen und die SuS dürfen per Daumen hoch/runter eine Rückmeldung zum Vers geben oder sich melden, wenn sie eine Frage haben. Die SuS, die möchten, können etwas dazu sagen.
Überlege: Was gefällt dir an dieser Aussage? Was nicht? Welche Fragen hast du zu diesem Bibelvers?
• Welche Aufgabe hat ein Gericht?
• Was ist mit dem „Gericht Gottes“ gemeint? Wer kommt vor Gottes Gericht?
• Was ermutigt dich an diesem Vers?
• Auch wir verurteilen untereinander. Was bedeutet das? Wurdest du schon mal von jemandem verurteilt? Wie war das?
• Hast du schon mal jemanden verurteilt? Wie hast du dich dann verhalten? Und warum?
• Wie könnten wir verhindern, dass wir uns gegenseitig verurteilen?
Erzähl eine Situation aus deinem eigenen Leben, in der du Verurteilung erlebt hast.
Oder
Etwas zum Thema Vergebung erzählen:
„Entschuldigung“ zu sagen kann ganz schön schwierig sein. Umso schöner ist es, wenn diese Entschuldigung auch angenommen wird, vergeben wird und somit alles aus der Welt geschafft wird, was voneinander trennt. Doof ist es, wenn ein Streit nicht vergessen werden kann. Ich erlebe es manchmal, dass sich Menschen entschuldigen. Kurz danach ärgern sie sich wieder oder lästern übereinander. Das ist keine richtige Vergebung, das ist eher Verurteilung.
Bei Gott ist das anders. Was Gott einmal vergibt, das ist weg. Wir brauchen auch keine Strafe zu fürchten. Es ist, als hätte diese Schuld nie existiert. Jesus trägt unsere Schuld. Sie muss uns nicht mehr belasten oder das Leben schwer machen. Er ist für unsere Schuld am Kreuz gestorben und hat sie restlos ausgelöscht. Leben als Christ, leben mit Gott heißt nicht, dass wir ab jetzt ganz frei davon sind, etwas falsch zu machen. Es heißt, dass wir um Vergebung bitten dürfen und sie auch erhalten. Der Bibelvers von heute erinnert daran: Am Ende dieser Welt wird es einen Tag geben, an dem Gott über alles gerecht entscheidet. Wer zu Jesus gehört und Vergebung erfahren hat, wird nicht verurteilt, weil Jesus ihm zur Seite stehen. Was für ein Versprechen! Daran will ich festhalten – auch heute.
Jeder bekommt einen Zettel. Die SuS dürfen, wenn sie es möchten, aufschreiben, wenn sie etwas falsch gemacht haben und es loswerden wollen. Die Zettel werden zusammengeknüllt und in einen Korb geworfen. Die Lehrkraft verspricht, alles ungelesen zu entsorgen. Die Zusage zusprechen: „Wer an Jesus glaubt, darf ihn um Vergebung bitten. Du wirst nicht verurteilt. Jesus steht auf deiner Seite.“
Noch eindrücklicher wäre es, wenn die Zettel an einem geeigneten Ort verbrannt werden, denn dann sind sie wirklich weg.
Bibellesebund Deutschland
Lockenfeld 2
51709 Marienheide
Telefon 02261 54958-0